Zur Erhaltung und Pflege historischer Denkmšler und bedeutsamen Kulturgutes in WŁrzburg und Umgebung

Das ehemalige Zuchthaus von Peter Speeth, Juni 2017
ISBN Nr. 978-3-87717-815-7

 

 

 

Ihr bisheriges Engagement f√ľr wenig bekannte und gesch√§tzte Bauten des 20. Jahrhunderts erweiternd widmet die Heiner Reitberger Stiftung dieses Heft einem international ber√ľhmten Bau der sog. Revolutionsarchitektur, dem ehemaligen Zuchthaus von Peter Speeth. 1813 begonnen und erst 1828 fertig gestellt symbolisiert die strenge Fassadengestaltung im Sinn der ‚Äěarchitecture parlante‚Äú die urspr√ľngliche Nutzung. Hermetisch verschlossen soll die monumentale Gef√§ngnisfassade erscheinen, die kleine Tempelfront mit ihren zehn S√§ulchen erinnert moralisierend an die zehn Gebote. W√§hrend die Schauseite dreizonig aufgebaut ist, verr√§t die R√ľckseite des extrem schmalen Bauk√∂rpers die F√ľnfgeschossigkeit.¬†

Die beiden Bauhistorikerinnnen Hansen und Schmuck haben zusammen mit dem Fotografen N√∂sner interessantes Bildmaterial zusammengetragen und erkl√§ren die st√§dtebaulichen Bedingungen und Ver√§nderungen des Baus, seine Grundrisse, seine Widerspr√ľche. Neue Detailaufnahmen zeigen die hervorragenden handwerklichen Qualit√§ten der Steinmetzarbeiten. Dass dieses¬† √ľberregional bedeutende Baudenkmal noch immer zu wenig Bekannheit genie√üt, ist offensichtlich seiner irritierenden Fremdheit geschuldet. Das nun vorliegende Heft m√∂ge zum vertieften Verst√§ndnis dieser ersten Phase nachbarocker, ja sogar antibarocker Baukunst beitragen.

Peter Kolb: Heiner Reitberger (1923-1998).
Journalist ‚Äď Denkmalsch√ľtzer ‚Äď K√ľnstler; 166 Seiten, 42 s/w- und
30 Farbabbildungen; ausf√ľhrliches Orts- und Personenregister
1. Auflage: 2008

ISBN Nr. 97 83 87 71 78 20-1

 

Das Buch schildert Reitbergers Leben als Literat, Maler, Kunstkritiker und Denkmalsch√ľtzer und h√§lt auf diese Weise seine Gedankenwelt, seine Absichten und sein Wirken f√ľr die Zukunft fest. Als freier Mitarbeiter der Main-Post verfasste er unter dem Pseudonym ‚ÄěKolonat‚ÄĚ rund 3.900 Berichte, Reportagen, W√ľrdigungen und Glossen. Er profilierte sich als unvergesslicher Mahner, engagierter Kritiker, aber auch inspirierender Ratgeber, wenn es um das historische Erbe der Stadt W√ľrzburg ging. Ihm ist es zu verdanken, dass W√ľrzburg einen bedeutenden Teil seiner Identit√§t als Kunststadt bewahren konnte. Seine schriftstellerische und dichterische T√§tigkeit sowie sein fotografisches und malerisches Schaffen dokumentieren seine vielseitige Begabung. Seit 1972 war er mit Adriana Leonora Gallerini, einer Florentinerin, verheiratet. Durch sie lernte er Kunst und Kultur des Landes kennen und lieben, eine tiefe Verbundenheit mit Italien pr√§gte fortan sein Leben. In Italien erholte er sich von W√ľrzburg.

Text: Suse Schmuck; Vorwort: Petra Maidt; Nachwort: Norbert Huse; Grafik und Layout: Klaus Nösner; Planumzeichnungen: Susanne Kram
38 Seiten, 66 Schwarzweiß-Abbildungen, 9 Planzeichnungen
1. Auflage: 2011

ISBN 978-3-87717-814-0

 

Das Alte Krankenhaus in Schweinfurt, in den Jahren 1929/30 von Bauoberamtmann Heinrich Zierl geplant, ist einer der wenigen Bauten der Neuen Sachlichkeit, die den Zerst√∂rungen des 2. Weltkriegs getrotzt und bis ins 21. Jahrhundert √ľberdauert haben. Nach der Inbetriebnahme des neuen Leopoldina-Krankenhauses Anfang der 1980er Jahre war es als Klinik √ľberfl√ľssig geworden. Es fristete ein Schattendasein und diente unterschiedlichsten Nutzungen. 2011 wurde es abgerissen. Ein neuer Gesundheitspark wird an seiner Stelle gebaut (Stand 2012).

Suse Schmuck schildert nicht nur die Gesamtkonzeption des Baus, sondern qualifiziert ihn an Hand seiner vielen zeittypischen Details sachkundig als ein authentisches Zeugnis der Architektur der Weimarer Republik. Zahlreiche historische Aufnahmen und Fotos der Gegenwart belegen dies. Schweinfurt hatte es damals verstanden, auch in einem Zweckbau ‚Äěmodern‚Äú zu bauen und die Ideen der Neuen Sachlichkeit √ľberzeugend umzusetzen. Das Heft zum Alten Krankenhaus¬† ist zum Nachruf auf ein Baudenkmal geworden, dessen Erhalt eine Bereicherung des Stadtbildes und des Kulturdenkmalbestandes von Schweinfurt gewesen w√§re.

Text: Suse Schmuck; Vorwort: Petra Maidt; Nachwort: Dietrich Neumann; Grafik, Layout und neue Fotografien: Klaus Nösner;
50 Seiten, 51 Abbildungen, 47 Planzeichnungen
1. Auflage: 2007

ISBN Nr. 103-87717813-8

 

Das Heft erforscht die Entstehungsgeschichte des Hochhauses Augustinerstra√üe 9 in W√ľrzburg. Vor knapp 80 Jahren war es das erste Geb√§ude Nordbayerns mit einer Geschosszahl von immerhin sieben Stockwerken. Damit z√§hlte W√ľrzburg zum Kreis jener deutschen St√§dte, die sich der Moderne √∂ffneten und sich anstecken lie√üen vom Hochhausfieber, das aus Amerika eingezogen war. Den Bombenhagel des 16. M√§rz 1945 hat es dank seiner Konstruktion √ľberstanden und weitsichtig wurde es 1974 amtlich als Denkmal anerkannt. Auf Grund seines schlechten Bauzustandes ist das Bestehen dieses bauhistorisch, zeitgeschichtlich und architektonisch √§u√üerst interessanten Zeitzeugen stark gef√§hrdet (Stand 2012).

Text: Suse Schmuck; Vorwort: Petra Maidt; Grafik, Layout und neue Fotografien: Klaus Nösner; 64 Seiten, 144 Schwarzweiß-Aufnahmen
1. Auflage: 2004, 2. Auflage: 2009

ISBN Nr. 3-87717-811-1

 

 

Die Ver√∂ffentlichung dokumentiert die Entwicklung des W√ľrzburger Bahnhofs und seiner zwei Vorg√§ngerbauten des 19. Jahrhunderts auch in den st√§dtbaulichen Zusammenh√§ngen. Ringpark und Kiliansbrunnen finden gleichfalls Beachtung in der Brosch√ľre. Sie w√ľrdigt in besonderem Ma√üe die Qualit√§t des heute noch bestehenden Bahnhofsgeb√§udes der 50er Jahre und setzt sich mit der zeitgen√∂ssischen Platzgestaltung auseinander. Die zur√ľckhaltende Gesamtl√∂sung ist in ihrem unverwechselbaren Erscheinungsbild l√§ngst ein Teil der Identit√§t W√ľrzburgs geworden.

Text: Suse Schmuck; Vorwort: Petra Maidt; Nachwort: Eckehard Janofske; Grafik, Layout und neue Fotografien: Klaus Nösner; 38 Seiten, 59 Abbildungen
1. Auflage: 2002

ISBN Nr. 3-87717-810-3

 

 

Die Publikation entstand zum ‚ÄěTag des Offenen Denkmals‚ÄĚ 2002 (‚ÄěEin Denkmal steht nicht allein ‚Äď Ensembles…‚ÄĚ). Durch Reitbergers Hinweise auf die fr√ľhen Flachdachh√§user in W√ľrzburg aufmerksam geworden, trug die Bauhistorikerin Suse Schmuck in vielj√§hriger Spurensuche umfangreiches Bild- und Planmaterial zum fast vergessenen Architekten Peter Feile zusammen. Die Lerchenhainsiedlung, eine Mustersiedlung des Neuen Bauens um 1930, blieb Fragment: Nur drei Musterh√§user wurden realisiert und mit gro√üem Aufsehen √∂ffentlich ausgestellt. Die Brosch√ľre stellt dar, wie avantgardistische Str√∂mungen in der traditionsgepr√§gten Stadt W√ľrzburg entstehen konnten. Sie er√∂ffnet damit zugleich ein in Bayern unerwartetes Kapitel der ‚ÄěNeuen Sachlichkeit‚ÄĚ.

Text: Suse Schmuck; Einleitung: Inez Florsch√ľtz; Nachwort: Martin Horsten; Grafik, Layout und neue Fotografien: Klaus N√∂sner; 58 Seiten,
103 Abbildungen, 9 Planzeichnungen
1. Auflage: 2001, 2. erweiterte Auflage 2006, 3. Auflage: 2012

ISBN Nr. 3-926916-22-2

 

Das Heft vermittelt Kenntnisse √ľber die st√§dtische Mozartschule und ihre Ausstattung. Sie wurde erbaut 1955-57 nach dem Entwurf von Stadtbaurat Rudolf Schlick. In den alten Schwarzwei√ü-Aufnahmen von Georg Christ, die die Stadtbildstelle gro√üz√ľgig zur Verf√ľgung stellte, ist die Qualit√§t des urspr√ľnglichen Zustandes zu erkennen. Gegenw√§rtig ist die heitere Strenge und die elegante Sachlichkeit des fr√ľhen Nachkriegsbaues wegen des ungepflegten Erscheinungsbildes nicht mehr √ľberall auf den ersten Blick wahrnehmbar. Die Schule wurde 1995 in die Denkmalliste eingetragen. Sie ist dennoch stark abbruchgef√§hrdet, die Stadt beabsichtigt eine Neuverwertung des wertvollen Areals (Stand 2012).

Die √ľberarbeitete und erweiterte Zweitauflage des Heftes dokumentiert mit Farbabbildungen die sch√ľtzenswerte Kunst am Bau. Aufnahmen von architektonischen Details verweisen auf die handwerkliche Sorgfalt der Entstehungszeit und die hohen Anspr√ľche der Planer. Zudem ist der urspr√ľnglichen Farbgestaltung ein eigenes Kapitel gewidmet.

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